Das Keltern ist die Geburt des Weines ...

...ein besonderer Moment, in dem aus reifen köstlichen Trauben ein edler Saft entsteht.

Bei diesem faszinierenden Vorgang wird die Arbeit eines ganzen Jahres in den Keller gebracht.

Handgelesene Trauben

Alte Kelter im Einsatz Fritz König und sein Sohn

In der Hofeinfahrt unseres Bergmeisterhauses steht eine historische Dockenkelter von 1797.

Bis 1961 wurde diese regulär verwendet. Aus ihr sind schon viele gute Weine hervorgegangen, einst auch die edelsten Tropfen der Domherren zu Würzburg. So manchen Jahrhundertjahrgang hat sie mitgekeltert.


Seit 2014 nutzen wir das über 200 Jahre alte Hebelwerk für einen ganz besonderen Wein.

Der Pressvorgang dauert bis tief in die Nacht und nicht selten bis zum nächsten Tag.

Erklärung historische Dockenkelter von 1797

Mit Hilfe von Deckbrettern und Bracken aus Eiche wird langsam Druck über eine Eisenspindel aufgebaut. Mit einer langen Kelterstange wird die Spindel Stück für Stück nach unten gedreht. Wenn die Kraft nicht mehr ausreicht dient ein „Tummelbaum“ mit einem Seil, als eine Art Winde zur weiteren Hebelübersetzung. Alle paar Stunden muss die Kelter geöffnet werden um die Traubenmaische aufzulockern. Kommt nicht mehr genügend Saft, so wird mit einem „Behaumesser“ zu später Stunde der Rand des Maischekuchens abgeschnitten und auf der Mitte verteilt.

 

In jedem Tropfen steckt viel Zeit, Mühe und Liebe.

Der klare Traubensaft läuft langsam aus der Kelter

Die handgelesenen Trauben werden nur mit Hebeltechnik und Muskelkraft ganz langsam und schonend gepresst.


Das Keltern ist wie eine Zeitreise in ein anderes Jahrhundert.

Der fertige Wein lädt zur Entschleunigung ein. Sich Zeit zu nehmen und zu besinnen, welche Mühe in jedem Schluck gespeichert ist, wie oft der Winzer im Weinberg an seinen Rebstöcken zur Pflege vorbei gegangen ist und wie viele Sonnenstrahlen im Wein eingefangen wurden.

Mit dem limitierten TORCULUM (Lat. Kelter) besteht die Möglichkeit sich seine eigene Zeitreise nach Hause zu holen und die Zeit einfach einmal still stehen zu lassen.

Der fertige Torculum, Entschleunigter Weingenuss in der Flasche